Forellen-Angeln

12. September 2011

Allgemeines
Forellen sind eine weit verbreitete Fischart aus der Familie der Lachsfische (Salmonidae) und kommen in nahezu allen europäischen Gewässern vor. Sie benötigen kühles, sauberes und sehr sauerstoffhaltiges Wasser, um zu überleben und sich zu fortzupflanzen. Forellen sind Raubfische, die sich von Insekten, kleinen Fischen und Krebsen ernähren. Man unterscheidet die anadrom lebende Meerforelle und die im Süsswasser lebende Bachforelle, Seeforelle und Regenbogenforelle.

Forellen sind Schwarmfische und haben einen kräftigen, spindelförmigen Körper, der bis auf den Kopf gleichmässig von kleinen Schuppen bedeckt ist. Sie verfügen über jeweils eine Rücken – und Schwanzflosse, paarige Brust – und Bauchflossen sowie eine bei allen Salmoniden vorhandene orange – oder rotfarbige Fettflosse. Der Rücken einer ausgewachsenen Forelle ist dunkelbraun bis schwarz, die Bauchseite kann eine gelblich, weiss oder silbrig schimmernde Farbe aufweisen. Kopf und Rücken sind in unregelmässiger Anordnung mit dunklen, bei Bachforellen mit roten Punkten in weisser Umrandung gezeichnet, die sich auch über die Rücken- und Seitenflossen fortsetzen und mit zunehmendem Lebensalter der Forelle vermehrt auftreten. Die Färbung der Forelle variiert und passt sich zur besseren Tarnung des Raubfisches relativ schnell den Gegebenheiten des jeweiligen Gewässers an. Forellen haben ein endständiges, bis hinter die Augen reichendes Maul, das im Ober – und Unterkiefer mit einer Zahnreihe aus vielen kleinen, hakenförmigen Zähnen ausgestattet ist. Als Sichträuber wird die Forelle ausschliesslich durch die Bewegung ihrer Beutefische zum Jagen veranlasst.

Forellen zählen aufgrund ihres schmackhaften Fleisches zu den begehrtesten, europäischen Speisefischen und sind als Zuchtfisch sowohl als Frischware als auch im gefrorenen Zustand ganzjährig im Handel erhältlich. Sportangler schätzen die Forelle nicht nur wegen ihres guten Geschmacks, sonder lieben die Herausforderung, diesen klugen Sichträuber mit der richtigen Köderauswahl und Angelmethode zu überlisten. Das Forellenangeln an Naturgewässern erfordert im Gegensatz zum Angeln an Forellenteichen oder sogenannten Put&Take Anlagen, wo ständig neue Besatzfische ins Gewässer eingesetzt werden, schon einiges an Geduld und Ausdauer seitens des Anglers, bis er die Hotspots der Forellen gefunden und einen dieser Jäger mit dem richtigen Köder aus seinem Versteck gelockt hat. An Naturgewässern ist die Dichte der Forellen nicht mit der von bewirtschafteten Forellenteichen vergleichbar. Allerdings zappelt dafür aber unter Umständen auch schon mal ein wirklich kapitaler Artgenosse am Haken, der genügend Zeit hatte, eine stattliche Grösse zu erreichen. Bachforellen sind kleinwüchsiger als See – und Meerforellen und werden bei einem Gewicht von knapp einem Kilo durchschnittlich ca. 25- 40 cm gross. In Abhängigkeit zur Nahrungsfülle können sie aber zur Freude vieler Sportangler auch merklich grösser und schwerer werden. Ausgewachsene See- und Meerforellen erreichen eine Durchschnittsgrösse von 45-80 cm bei einem Gewicht von 10 – 15 kg, wobei an einigen Gewässern aber auch schon beeindruckende Exemplare von über 1m und mehr als 25 kg gefangen wurden.

Da eigentlich jeder Sportangler von einem echten Rekordfang träumt, sollte man an fremden Gewässern versuchen, mit ortskundigen Anglern ins Gespräch zu kommen und möglichst viel über das Angelgewässer und das Verhalten der Fische zu erfahren. Beim Forellenangeln kann man in Abhängigkeit zu den jeweiligen Gewässerbedingungen und dem Beissverhalten der Fische unterschiedliche Forellenruten, Köder und Angeltechniken zum Einsatz bringen. Forellen sind Räuber, die gezielt auf die Bewegung von Beutefischen reagieren und deshalb z.B. beim Angeln mit Kunstködern eine gute Köderführung als Bissanreiz brauchen. Die Wahl der richtigen Angelmethode und eines ansprechenden Köders kann wesentlich zum Fangerfolg des Anglers beitragen und ist an einem Gewässer immer Grundlage für angeregte „Fachdiskussionen“ zwischen den anwesenden Anglern. Ausrüstungsgegenstände werden begutachtet und Erfahrungen über die passende Ruten – und Köderwahl ausgetauscht, bevor jeder Fischer an seinen Angelplatz geht und der heimliche Wettbewerb um den besten Fang des Tages beginnt.

 

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