Angeln an Forellenteichen

12. September 2011

An kommerziell betriebenen, meist künstlich angelegten Forellenteichen und Seen findet man in der Regel überwiegend Regenbogenforellen als Besatz. Diese Süsswasser- Forellenart stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde bereits im 19. Jahrhundert über England als Zuchtfisch nach Deutschland importiert. Sie eignet sich besonders gut zur Züchtung, da sie im Gegensatz zu den anderen Forellenarten höhere Wassertemperaturen (bis zu 25°C) verträgt und bei guten Lebensbedingungen relativ schnell wächst (nach 1,5 Jahren ca. 350-400 g). Grössere Exemplare der gezüchteten Regenbogenforelle, die über das proteinbetonte Trockenfutter Carotinoide aufgenommen haben und deren Fleisch sich dadurch rötlich färbt, werden als Lachsforelle bezeichnet und sind bedeutend fettreicher als freilebende Regenbogenforellen. Früher wurden nur Meerforellen, die aufgrund ihrer natürlichen Nahrung aus Krebsen, Garnelen und kleinen Fischen diese Rotfärbung des Fleisches aufwiesen, als Lachsforellen bezeichnet. Forellenzuchten dienen überwiegend der Produktion von Speisefischen. Im Verhältnis zur Gesamtmenge an gezüchteten Forellen wird nur ein relativ überschaubarer Teil als Besatz für Sport- und Freizeitfischer verwendet, die an bewirtschafteten Forellenteichen und Seen ihrem Hobby nachgehen.

Viele Angelvereine verfügen über eigene Vereinsgewässer, an denen ausschliesslich die Vereinsmitglieder fischen dürfen. Auch an diesen Gewässern wird von Zeit zu Zeit der Besatz mit gekauften Jungfischen aufgestockt, um die Arterhaltung zu gewährleisten. An Vereinsgewässern haben die Mitglieder laut Vereinssatzung und jeweiligem Landesfischereigesetz rechtliche Vorgaben einzuhalten, die sich auf die Fangbegrenzung, die Mindestmasse und Schonzeiten der Fische beziehen. In der Regel darf jeder Angler nicht mehr als zwei Angelruten mitführen und nur erlaubte Köder mit Schonhaken verwenden. Nicht-Mitgliedern ist das Fischen an Vereinsgewässern verboten. Da jedoch nicht jeder begeisterte Sport – und Freizeitfischer Mitglied in einem Angelverein werden möchte oder über ein eigenes Privatgewässer verfügt, nutzen viele dieser Angler das Angebot von kommerziell betriebenen Forellenteichen und Seen, um ihrem Hobby nachgehen zu können.

Angler, die an einem dieser bewirtschafteten Forellenteiche oder Seen ihr Glück beim Forellenangeln testen möchten, müssen eine Gebühr bezahlen und sich über die am jeweiligen Gewässer geltenden Regeln in Bezug auf die Anzahl an erlaubten Angelruten, der zu verwendenden Köder und der vorgegebenen Mindestmasse der Fische informieren. An manchen Forellenteichen bezahlt man eine pauschale Gebühr für eine Halb – oder Ganztages-Karte und kann unbegrenzt Fische fangen. An sogenannten Kilo-Teichen wird keine Zugangs-Gebühr erhoben, sondern der reale Fang des Anglers nach Gewicht bzw. nach vorher vereinbartem Kilopreis bezahlt. Nachdem der Angler seine Tageskarte gekauft hat, setzt der Teichwirt in der Regel ca. 2,5 kg Fisch im Beisein des Fischers in das Gewässer. Bewirtschaftete Forellenteiche und Seen, an denen diese Form des Besatzes stattfindet, werden als Put&Take Anlagen bezeichnet.

  • 1 Kommentar

Eine Reaktion zu “Angeln an Forellenteichen”

  1. Forellenteiche | Backlinkfreies Artikelverzeichnisam 28. September 2011 um 16:40 Uhr

    [...] gibt es zahlreiche Forellenteiche in Deutschland, aber auch in anderen Ländern gibt es welche. Bei Anglern sind sie sehr beliebt und [...]

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