Die Forellenarten

12. September 2011

Das Forellenangeln ist bei den meisten Anglern ausgesprochen beliebt, denn diese räuberische Fischart stellt durch ihren ausgeprägten Kampfwillen für jeden passionierten Sportfischer eine spannende sportliche Herausforderung dar. Zudem zählen Forellen zu den begehrtesten und schmackhaftesten Speisefischen in Europa. Es gibt verschiedene Forellenarten, die alle zur Familie der Lachsfische (Salmonidae) gehören. Man unterscheidet zwischen der anadrom lebenden Meerforelle, die als Wanderfisch in ihrer Lebensweise dem atlantischen Lachs ähnlich ist und den stationär lebenden, d. h. Gewässer-treuen See – und Bach- bzw. Regenbogenforellen. Forellen sind Raubfische, die sich als Jungfische hauptsächlich von Wasserinsekten und deren Larven ernähren. Mit zunehmendem Alter fressen sie aber auch Krebse und kleine Fische bis hin zu eigenen Artgenossen, was in der Fischkunde als Kannibalismus bezeichnet wird. Die Geschlechtsreife setzt je nach Forellenart nach Erreichen des zweiten (Regenbogenforelle) bis fünften (Meerforelle) Lebensjahres ein. Forellen benötigen sauberes, kühles und sauerstoffreiches Wasser sowie stark proteinhaltige Nahrung, um zu wachsen und sich fortzupflanzen. Während der Laichzeit zwischen Dezember und März ist offiziell Schonzeit und es dürfen keine Forellen gefangen werden. Wenn im Frühjahr dann die ersten Sonnenstrahlen die Wassertemperaturen ansteigen lassen, werden die Forellen wieder aktiver, da sie nach dem Ablaichen der Hunger plagt. In dieser Jahreszeit stehen die Forellen am liebsten in Grundnähe der Flachwasserzone am Uferbereich, da sich hier das Wasser schneller erwärmt und das Nahrungsangebot grösser ist. In den heissen Sommermonaten halten sie sich lieber in tieferen Gewässerzonen auf, da sie grundsätzlich kühleres Wasser bevorzugen. Nur in den frühen Morgenstunden und am späten Abend steigen sie an die Wasseroberfläche und gehen auf Nahrungssuche. Im Herbst beginnt die Laichzeit der Forellen und die Fische nehmen insgesamt weniger Nahrung auf. Die sinkenden Aussentemperaturen lassen die Fische wieder vermehrt an die Wasseroberfläche steigen, wo sie sich in den wärmeren Flachwasserzonen aufhalten. Während der Wintermonate ist der Stoffwechsel der Forellen aufgrund der eisigen Wassertemperaturen stark reduziert und sie bewegen sich entsprechend langsamer. In der kalten Jahreszeit macht ein Ausflug an einen Forellenteich am ehesten an einem sonnigen Tag um die Mittagszeit Sinn, wenn die Fische bei Sonneneinstrahlung langsam aus den wärmeren Gewässertiefen in die Flachwasserzonen aufsteigen und dort nach Beute suchen. Da die Reaktionsfähigkeit der Raubfische in diesem Zustand ziemlich verlangsamt ist und sie insgesamt nicht sehr hungrig sind, sollte man den Köder mit Geduld auslegen und in unmittelbarer Nähe der Forelle in Bewegung halten, damit der Fisch genügend Zeit hat, ihn als potentielle Nahrung wahrzunehmen.

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