Forellenangeln an Naturgewässern

12. September 2011

Die Jagd auf Seeforelle, Bachforelle, Meerforelle und Lachs ist für viele Sportfischer interessanter als das Angeln an einem künstlich angelegten Forellenteich, da sie sich beim Angeln an Naturgewässern ganz anderen Herausforderungen stellen müssen. Der Fischbestand ist dort meist erheblich geringer als an Forellenteichen mit täglichem Neu-Besatz. Zudem liegt bei grösseren Naturseen die tiefste Stelle häufig sehr weit vom Ufer entfernt, so das z. B. die bevorzugten „Stehplätze“ der Seeforelle kaum mit einem Wurf, sondern oftmals nur mit einem Boot erreichbar sind. An diesen Seen ist der Einsatz von Fliegenruten sinnvoll, da die Flugschnur die Fliege bei richtiger Wurftechnik bis zu 30 m weit auf das Gewässer hinaus befördern kann. Die Seeforellen sind scheuer als ihre Verwandten aus den bewirtschafteten Teichen und weitaus schwieriger zu fangen. Um so grösser ist das Anglerglück, wenn man nach vielen Stunden – manchmal auch erst nach einigen Tagen eine prächtige Seeforelle am Haken hat. Grundsätzlich kann eine ausgewachsene Seeforelle zwar nicht mit den Massen einer erwachsenen Zucht-Regenbogenforelle konkurrieren, bringt aber im besten Fall auch bis zu 5 Kilogramm Gewicht bei einer maximalen Länge von 80 cm auf die Waage.

Meerforellen und Lachse gehören im Gegensatz zur See-und Bachforelle zu den anadrom lebenden Wanderfischen, die zum Laichen in die Süsswasserflüsse aufsteigen und nach dem Laichen zurück ins Meer wandern. Die meisten Angler reisen an die Ostsee, an die norwegische Küste oder nach Dänemark, um Meerforellen zu angeln. Das Frühjahr ist eine gute Fangzeit für Meerforellen, weil sie nach der Laichzeit hungrig sind und durch ansteigende Wassertemperaturen eher in flacheren Gewässerzonen auf Nahrungssuche gehen. Meerforellen fressen Ringelwürmer, Krebse und kleinere Fische. Die Anzahl an entkräfteten Meerforellen, die nach dem Laichen sterben ist erheblich kleiner als beim Lachs, da die Meerforelle zum Ablaichen eher in küstennahe Flüsse aufsteigt und somit nur kürzere Wegstrecken zurücklegen muss. Bei den Lachsen stirbt die überwiegende Zahl nach dem Laichen an Entkräftung, die meisten Meerforellen wandern jedoch im Laufe ihres Lebens mehrfach zum Laichen in die Flüsse und kehren danach ins Meer zurück. Eine ausgewachsene Meerforelle kann bei optimalen Lebensbedingungen ein Gewicht von bis zu 20 kg und eine Gesamtlänge von 60 cm bis zu 1,30 m erreichen.

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