Ablauf einer Kutterfahrt

12. September 2011

Am Vorabend des vereinbarten Angelausfluges sollte sich jeder Teilnehmer über die Wetterentwicklung des kommenden Tages informieren und im Bedarfsfall direkt bei der zuständigen Reederei nachfragen, ob die Kutterfahrt zum verabredeten Termin stattfindet. Am Buchungstag treffen sich die Teilnehmer ca. 3 Stunden vor dem offiziellen Auslaufen des Kutters und installieren ihre Ausrüstung an den gekennzeichneten Plätzen an Bord. Besonders begehrt sind trotz der stärker fühlbaren Wellenbewegungen das Heck (Hinten) und der Bug (Vorne) des Schiffes, da man dort relativ ungestört von den Mitanglern seinen Köder auswerfen kann. In der Mitte des Kutters ist das Gedränge zwischen den Anglern inmitten ihrer Ausrüstung erheblich grösser und das Werfen kann durch Aufbauten am Schiff zusätzlich erschwert werden. Grundsätzlich sollte sich jeder Angler beim Auswerfen vergewissern, das niemand durch sein Angelgerät gefährdet wird und entsprechend rücksichtsvoll reagieren, wenn einer oder mehrere seiner Nachbarn ihren Fang anlanden wollen. In diesem Fall holen alle anderen Angler ihre Ruten vorsichtig ein, um ein Verheddern der Schnüre und einen möglichen Verlust des Fanges zu vermeiden.
Auf den meisten Kuttern ist für die ganztägige Verpflegung der Angler gesorgt und fester Bestandteil des Angelausfluges. Für die richtige Bekleidung ist dagegen jeder Angler selber verantwortlich. Die meisten Angler tragen kniehohe Gummistiefel, wenn sie an Bord kommen und haben selbst bei strahlendem Sonnenschein eine isolierende Regenjacke, Wollmütze und Handschuhe dabei, da das Wetter auf See schnell umschlagen kann. In den wasserdichten Rucksack gehören eine gute Sonnenbrille und Creme, die ähnlich wie ein Anglerhütchen oder eine Kappe vor schädlicher Sonneneinstrahlung schützen und kleines Verbandsmaterial, falls man sich beim Wechseln der Köder doch einmal an einem Haken verletzt. Sobald sich jeder Angler an seinem Platz eingerichtet hat, geht die Kutterfahrt los. Da während der Fahrt nicht geangelt werden darf, ertönt am Zielort ein lauter Signalton auf dem Kutter und die Angler können mit dem Auswerfen ihrer Köder beginnen. Sollte am gewählten Standort kein oder nur zu geringer Fischbestand vorhanden sein, wird ein neuer Zielort angefahren, damit möglichst jeder Teilnehmer mindestens einen Fisch fängt und zufrieden wieder von Bord geht. Nach Beendigung des Angelausfluges ist es wichtig, das Angelgerät mit kaltem Wasser abzuspülen und vom Salzwasser zu reinigen.

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